decoder
Modelleisenbahn-Claus.de
Das Thema der Anlage sowie der Gleisplan Einsatz des Faller Car-Systems, Umbauten, Steuerung und Betrieb Hier finden Sie meine Eigenbau-Decoder Tipps und Tricks Eingesetzte Fahrzeuge Fotos vom Aufbau Hier geht es zum Shop! Das Programm und die Komponenten Hier können Sie Fragen stellen und Antworten bekommen... Meine Daten Links zu anderen Modellbahnern Impressum Häufig gestellte Fragen
     

Car-System Selbstbauweiche mit Servo Antrieb

Die Firma Faller bietet elektrische Weichen an. Diese benötigen auf Grund ihrer Bauhöhe unter der Platte manchmal mehr Platz als vorhanden ist.
Mit einem Servo aus dem Flug- und Schiffsmodellbau läßt sich ganz einfach eine Weiche für das Faller Car System bauen.

Am Beispiel meiner Vorführanlage mit einer Fahrbahn aus 5mm Plexiglas möchte ich den Aufbau einer Servo-Weiche mit dem Fallerdraht und dem Servo ES05 von Conrad zeigen.

Zuerst wird der Ausschnitt für den Servohebel festgelegt und aus der Platte ausgesägt.
Danach werden die 2 Bohrungen (2mm) für die Befestigung des Servos angezeichnet, gebohrt und angesenkt.
Den Servohebel wieder vom Servo abnehmen!
Dadurch, daß die Fahrbahnplatte 5mm dick ist, kann das Servo mit
2mm Messing-Senkschrauben direkt von unten an die Platte angeschraubt werden.
Das Servo an den Servodecoder anschließen und unbedingt auf die Mittelstellung drehen lassen. Sonst klemmt eventuell der Hebel, wenn er aufgesetzt wird und das Servo sich dreht.
In die äußerste Bohrung des Hebel wird eine 2mm Messingschraube eingedreht. In den Schlitz dieser Schraube wird nachher der Fallerdraht eingeklebt. (Bild 2 grüner Kreis)

Die Schraube wird so in den Hebel fixiert, daß die Oberseite der Schraube mit der Fahrbahn eben ist.
Servohebel wieder aufsetzen ohne das Servo zu verdrehen.
Der Hebel muss sich jetzt von Hand in der Aussparung frei bewegen lassen.

Jetzt wird ein Stück vom Fahrdraht abgezwickt.
Der Fahrdraht sollte so lang sein, daß er gerade noch in den beiden Fahrbahnrillen liegt,
die von der Weiche weggehen. (Bild2 + 3 roter Kreis)

Bild 2:

 

Der Servohebel wird jetzt so gedreht, daß sich der Fahrdraht leicht in die Fahrbahnrillen und den Schraubenschlitz einlegen lässt.
Dadurch wird sicher gestellt, daß der Fahrdraht auf der Weiche genau
mit dem Fahrdraht in der Fahrbahn fluchtet.
In dieser Position einkleben.
Nach dem Trocknen des Klebers werden die beiden Enden, die in der Fahrbahnrille liegen, sauber abgezwickt oder mit einer Trennscheibe abgetrennt.
Wenn sich der Hebel dreht sollte der Draht nirgends hängen bleiben.
Ein Abstand von 1-2 mm ist kein Problem. Siehe Bild 4 + 5

Bild 4:

Die Fahrdrähte in die Fahrbahn einlegen.

Bild 6:

Die Weiche mit einem Deckel aus dünnem Kunstoff oder Messingblech verschließen. Siehe Bild 7.

Sollte die Fahrbahn dicker als 5 mm sein, so kann der Servohebel
mit 2 Schrauben nach oben verlängert werden.
Der Fahrdraht wird dann in die Schlitze der Schrauben eingeklebt.

Bild 8:

Euer MOBA Claus

 

Car-System Selbstbauweiche mit Relais Antrieb

Als ich den Vorschlag von infracar.de gesehen habe, ging ich sofort daran mir eine dieser Weichen zu bauen. Ich habe den Vorschlag für meine Zwecke etwas verändert und zeige hier meine Bauart, die eine bessere Führung des Umschaltdrahtes hat:

Die Maße der Grundplatte


Hier sieht man, wie zur besseren Führung des Umschaltdrahtes zwei kleine Platinenstreifen mit Sekundenkleber im Bereich der 0,8 mm Bohrung aufgeklebt werden.
Nach dem Trocknen wird die Bohrung durch alle drei Schichten durchgebohrt.
Darauf achten, dass die Bohrung genau senkrecht gebohrt wird, damit sich der Umschaltdraht beim Schalten nicht verklemmt.

Jetzt wird der Umschaltdraht aus dem Faller Fahrdraht gebogen. Der linke Teil braucht nur ungefähr 10mm lang zu sein. Den rechten Teil lassen wir zuerst recht lang. Die entgültige Länge wird dann bestimmt, wenn die Lage der Weiche zum Antrieb festgelegt ist. Das Maß von 20 mm sollte einigermaßen genau stimmen. Auf jeden Fall muß gewährleistet sein, dass das lange Ende sich genau in der Mitte der Aussparung befindet und darin frei bewegen kann, wenn das kurze Ende in der Bohrung steckt.

Als Fahrdraht zum Auflöten verwende ich verzinkten Blumenbindedraht aus dem Baumarkt. Der läßt sich gut löten. Der Faller-Fahrdraht läßt sich kaum oder nur schwer löten. Damit man den aufgewickelten Bindedraht gerade bekommt, schneidet man ein Stück ab, spannt es am einen Ende z.B. in einen Schraubstock und zieht an dem anderen Ende so fest, bis der Draht sich streckt und gerade wird. Das Drahtstück muß schon ungefähr einen Meter lang sein, sonst funktioniert das nicht.

Von dem Bindedraht werden drei ca. 10 cm lange, gerade Stücke abgezwickt.
Der erste Draht wird jetzt links von dem kleinen Bohrloch wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist, festgelötet. Eine Krokodilklemme ist dabei sehr hilfreich um den Draht beim Löten in der richtigen Position festzuhalten. Vorsichtig löten, damit das Bohrloch frei bleibt.

Wir stecken jetzt den Umschaltdraht mit dem kurzen Ende durch die Bohrung
(das lange Ende wird durch die Aussparung geführt).

Der zweite Draht (Fahrt geradeaus) wird genau in der Flucht zum ersten Draht so festgelötet, daß sein eines Ende den Umschaltdraht etwas überlappt.

Der dritte Draht (Fahrt gebogen) wird so festgelötet, daß er in die Richtung der Bohrung zeigt und an der Aussparung den Umschaltdraht etwas überlappt. Der Abstand von Draht 2 zu Draht 3 sollte an der Aussparung 4-5mm betragen. Ein zu enger Abstand führt eventuell dazu, daß der Lenkmagnet am Fahrzeug in die falsche Richtung abgelenkt wird.




Der Umschaltdraht sollte sich jetzt zwischen den beiden Fahrdrähten (2+3) frei bewegen lassen und in der Endstellung an Draht 2 oder 3 anliegen. Ebenso ist darauf zu achten, dass der Umschaltdraht ohne Abstand flach auf der Grundplatte aufliegt.


Zum Abschluß wird noch die Abdeckung aus 0,3 mm Messingblech ( 297240 Conrad) aufgelötet. Darauf achten, dass das Messingblech nicht verbogen ist. Es muss völlig eben aufliegen, sonst besteht die Gefahr, dass der Umschaltdraht klemmt, oder wenn der Abstand vom Blech zum Umschaltdraht zu gross ist, dass das Fahrzeug aus der Richtung fährt. Vorsichtig Löten, damit die Fahrdrähte nicht wieder abgehen und der Umschaltdraht beweglich bleibt. Ich habe das Blech nur an der Kante mit den drei Fahrdrähten verlötet. Siehe Foto. Beim kompletten Verlöten würde das Messingblech so heiß, daß es sich aufwölbt und auch gewölbt bleibt nach dem erkalten. Dadurch kann der Lenkmagnet des Fahrzeuges den Kontakt zu den Fahrdrähten verlieren. Die offenen Seiten der Abdeckung werden nicht verlötet, sondern mit Silikon oder einem ähnliche Material (UHU Alleskleber) verschlossen. Die Seiten müssen aber verschlossen werden, damit beim Verspachteln keine Spachtelmasse in die Weiche eindringt.

Die Herstellung der ersten Weiche dauert natürlich etwas länger, aber mit etwas Übung können Sie weitere Weichen in 15 Minuten fertiggestellt haben.

Für eine Abzweigung nach rechts, muß die Weiche spiegelbildlich aufgebaut werden.

Der Antrieb dieser Weiche mit einem Modellbauservo:
Dazu wird ein Modellbauservo an geeigneter Stelle unter der Anlage montiert.
Mit einem Federstahldraht 0,5mm wird die Verbindung vom Servo zur Weiche hergestellt.
Bei längerer Ausführung der Verbindung empfiehlt es sich, den Draht in einem Kunststoffröhrchen zu führen (Bowdenzug).
Diese Art des Antriebes erlaubt es eine Weiche auch an Stellen einzubauen, an denen wenig Platz unter der Anlage ist z.B. in Brücken oder bei darunterliegenden Gleisen. Das Servo muss ja nicht bei der montiert werden!
Zum Betätigen der Servos verwenden sie die Decoder S8DCC oder W4DCC.
Mit dem W4DCC können sie sogar eine Weiche bauen, die vier mögliche Fahrwege hat.

Der Antrieb dieser Weiche mit einem umgebauten Relais:
Dazu wird ein handelsübliches Relais für 12 Volt mit einem Umschaltkontakt verwendet.
Wenn eine Ausführung genommen wird, die z.B. 16 Ampere schalten kann, ist der Schaltweg des Relaisankers genügend groß für unsere Weiche ohne daß am Relais etwas verändert werden muß. Ich habe das Relais 503924 von Conrad verwendet.
Zuerst wird das Gehäuse des Relais aufgeschnitten, damit der Anker frei liegt.

Der Relaisanker wird oben mit einer kleinen Feile oder Schmirgelpapier aufgeraut, damit er sich besser löten läßt. Zuerst wird der Anker verzinnt. Das ist nicht ganz einfach, denn der Anker besteht aus einem speziellen Eisenblech und erfordert etwas Geduld und einen heissen Lötkolben. Dann wird ein Messingdraht von mindestens 10cm Länge angelötet. Lieber länger lassen, denn kürzen ist einfacher.

Der Hub am Ende des Drahtes muß mindestens 5mm sein, damit die Weiche richtig umschaltet. Besser ist mehr. Ausprobieren!
Von einem Verbiegen des Ankers rate ich ab, weil das Erstens nicht genau genug gemacht werden kann und zweitens das Relais danach eventuell klemmt. Wenn das Relais in seinem Urzustand bleibt, hat man sogar noch einen Umschaltkontakt mit dem z.B. die Weichenrückmeldung erfolgen kann.

Jetzt kann die Weiche in die Fahrbahn eingebaut werden. Dazu wird ein Schlitz in die Fahrbahn gefräst, durch das später der Umschaltdraht gesteckt wird. Der Schlitz muß so groß sein, damit sich der Umschaltdraht darin frei bewegen kann. Eine weitere Aussparung muss noch gemacht werden, in die das Lager des Umschaltdrahtes passt. Jetzt wird die Aussparung für die Grundplatte der Weiche in die Fahrbahn gefräst und zwar so tief, daß die Oberfläche des Messingbleches eben mit der Fahrbahn ist.
Jetzt kann die Weiche eingesetzt und der Antrieb an passender Stelle montiert werden. Dazu wird das freie Ende des Verbindungsdrahtes, der vom Umschaltdraht kommt, mit dem Ende des Messingdrahtes am Relais verlötet. Siehe folgende Skizze:

 

Ein Tipp: Wenn Sie in die Ecken der Platine kleine Löcher bohren (2mm) kann die Weiche in der Fahrbahn festgeschraubt (Messingschrauben) anstatt geklebt werden. Die Weiche kann damit einfacher justiert und getestet und vor dem Verspachteln wieder demontiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

Das Relais wird an der Unterseite der Fahrbahn montiert. Doppelseitiges Klebeband war nicht optimal, da es dem Relais nicht genügend Halt bietet und mit der Zeit an Haftung verliert. Besser ist es das Relais festzuschrauben. Eine Nachjustierung ist dann auch einfacher.

 

Funktioniert die Weiche und ein erster Fahrversuch war erfolgreich, kann die Weiche überspachtelt werden.

Viel Erfolg beim Nachbau!

 

 

 

 

Bild 1:

 

 

 

Bild 3:

 

 

 

 

 

Bild 5:


Bild 7:

 

 

 

Bild 9:

 

 

 

 

 

 

 

Grundplatte von oben

 

Grundplatte von unten



 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Thema des Car-Systems und der Straßenplan

Verschiedene Techniken des Straßenbaus.
Unterbau, Verlegung des Fahrdrahtes, Verspachteln, Einfärben usw.

Einsatz der verschiedenen Stoppstellen.
Einbau der Stoppstelle. Verbesserungen usw.

Selbstbauweiche die auch in Kurven eingesetzt werden kann

Tipps für den Einbau der Faller-Sensoren. Verwenden von Reedkontakten, Lichtschranken usw.
Beschreibung von Umbauten für das Faller Car-System
Erster Besuch im
Miniaturwunderland
Hamburg
Bitte melden Sie sich bei mir, wenn Sie Ihre Seite hier eintragen möchten.