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Car-System Straßenbau

Planung ist die halbe Arbeit!

Die wichtigsten Fragen sind:
Wie breit muss die Fahrbahn sein?
Wie werden Kurven ausgelegt?
Wie werden Kreuzungen gestaltet?
Was ist der kleinste Radius?
Was ist die größte Steigung?

Wie breit muss die Fahrbahn sein:
Da die Fahrzeuge 3 cm breit sind, genügt für eine einspurige, gerade Strecke eine 5 cm breite Fahrbahn. Bei zwei Spuren gehe ich auf 10 cm Breite, wobei der Fahrdraht 5 cm (Spurabstand) in der Mitte auseinander liegt. Der Abstand zum Rand der Fahrbahn ist somit 2,5 cm. Mit dieser Fahrbahnbreite lassen sich auch leichte Kurven durchfahren, ohne dass sich Fahrzeuge verhaken.

Wie werden Kurven ausgelegt:
Da jedes Fahrzeuge anders durch die Kurve fährt, ist da keine genaue Angabe zu machen. Ich probiere das einfach aus. Dazu lege ich den Fahrdraht auf ein Brett in dem Radius den ich haben möchte. Jetzt stelle ich links und rechts vom Fahrdraht Figuren auf z.B. von einem Halma Spiel und fahre jedes Auto durch die Kurve. Jedesmal wenn eine Figur umfällt muß ich diese weiter weg vom Fahrdraht stellen. Am Schluss habe ich dann den Platzbedarf den ich in dieser Kurve mit meinen Fahrzeugen brauche. Die Fahrzeuge mit dem größten Platzbedarf nach außen sind die Busse, da dort die Vorderachse weit hinten liegt. LKWs mit Anhänger, sowie die Sattelzüge brauchen den meisten Platz nach innen.
Die Regel lautet: Um so enger die Kurve, desto mehr schwenken die Fahrzeuge aus. Damit die Strasse nicht zu breit wird, lege ich den Fahrdraht am Außenrand der Kurve möglichst weit nach außen (ca. 1,5 cm vom Fahrbahnrand). In der Innenkurve kann der Draht dann etwas mehr zu Mitte hin gelegt werden. Leitplanken werden so montiert, dass die Fahrzeuge nicht daran hängen bleiben.
Auf jeden Fall auch darauf achten, dass der Gegenverkehr sich nicht behindert.

Wie werden Kreuzungen ausgelegt:
Geradeaus fahren oder links abbiegen ist nicht das Problem.
Rechts abbiegen schon eher, da jedes Fahrzeuge anders durch eine Kurve fährt, und nach innen ausschwenkt.
Ich habe mal versucht die verschiedenen Fahrzeugtypen und das Fahrverhalten in Kurven auf den folgenden Bildern darzustellen.
(Das Raster auf den Bildern ist 1 cm)

Bus
Feuerwehr Leiterwagen
LKW
LKW mit Anhänger
Sattelzug
Sprinter

Wie daraus ersichtlich ist, muss an der Innenseite der Kurve ganz viel Platz vorgesehen werden, damit alle Fahrzeugtypen um die Ecke kommen.

Mein Vorschlag ist, den Fahrdraht anders zu verlegen.
Grün im folgenden Bild.

Kreuzung für alle Fahrzeugtypen

Im Kreuzungsbereich wird die Fahrbahnbreite auf 12 cm ausgelegt.
Dadurch entsteht genügend Raum für den Gegenverkehr um einen Zusammenstoß zu vermeiden, wenn ein Fahrzeug auf dem "grünen" Fahrdraht entgegen kommt.
Die Abrundung der Fahrbahn in den Kurve hat einen Radius von 12 cm.
Selbstverständlich müssen die Fahrdrähte an allen vier Zufahrten gleich verlegt werden.

Und woher weiß jetzt das Auto welchen Fahrdraht es nehmen soll?

Der einfache Weg:
Es wird nur der grüne Fahrdraht verlegt. Sieht aber bei einem PKW, Sprinter oder LKW ohne Anhänger doof aus, wenn die mit einer Ausholbewegung um die Kurve fahren.

Der zweifache Weg:
Der grüne Fahrdraht wird in allen Straßen zusätzlich verlegt.

Der aufwändige Weg:
Einbau von einer intelligenten Weiche, die entscheidet ob ein kurzes oder langes Fahrzeug kommt.
Die Entscheidung kann mit einer Fahrzeugverfolgung durch Software, Lissy oder andere Methoden getroffen werden.

Was ist der kleinste Radius:
Wenn der Fahrdraht sauber verlegt ist, also nicht tiefer als die Fahrbahnoberfläche liegt, kann für LKW ein Radius von 10-15 cm gefahren werden.
PKW oder der Sprinter vertragen auch weniger.

Was ist die größte Steigung:
Auf einer Schauanlage von Faller habe ich gesehen, wie ein Bus gewaltige Steigungen überwunden hat. Das ist aber ein eher extremer Fall.
Im Normalfall sollten Sie längere Steigungen nicht steiler als 5 - 7% anlegen.
Kurze Rampen werden auch noch steiler bewältigt, aber dort hängt es dann schon vom Ladezustand des Akkus ab, ob das Fahrzeug hochkommt. Vor allem der Sprinter oder die kleinen PKWs haben durch den sehr kleinen Akku nicht viel Reserven. Ein durchdrehen der Räder an Steigungen kann verhindert werden, wenn in die noch feuchte Farbe etwas feiner Quarz- oder Vogelsand eingestreut wird. Aber Vorsicht, es sollte auf gar keinen Fall Sand in den Bereich gestreut werden, unter dem der Fahrdraht liegt. Sonst ist der Schleifer an der Lenkung bald abgeschliffen.

Der Fahrdraht:
Der Draht ist empfindlich gegen Nässe und rostet leicht. Deshalb sollte er vor dem Spachteln der Fahrbahn mit Farbe überstrichen werden, denn nichts ist unschöner als wenn nach einiger Zeit der Draht als rostige Linie in der Fahrbahn auftaucht. Nebeneinander liegende Drähte sollten einen Mindestabstand von 5 mm haben, damit die Lenkmagneten an den Autos keinen ungewollten Spurwechsel machen können. Wenn Fahrdrähte sich kreuzen, sollte dies in einem möglichst großen Winkel sein. Ideal ist 90 Grad. Die Drähte niemals übereinander legen, sondern einen Draht durchlaufen lassen und den andern unterbrechen und dicht an den querliegenden Draht anlegen. Es sollte auch kein Höhenunterschied zwischen den Drähten entstehen.

Wo und wie werden Weichen angelegt:
Bauartbedingt sollten die Faller Weichen nicht in einer Kurve eingebaut werden. Da die Weiche den Fahrdraht unterbricht, verlieren dann die Fahrzeuge die Richtung. Es sollten min. 10 cm gerade Strecke vor einer Weiche sein.
Hier ein Vorschlag zu einer Eigenbau-Weiche. Diese kann auch in Kurven eingesetzt werden.

Fahrbahn-Bau:
Für den Bau der Fahrbahn gibt es vielerlei Ansätze. Verlegen des Fahrdrahtes auf der Fahrbahn mit Klebeband/Sekundenkleber oder einfräsen mit der Rillenfräse von Faller und einklemmen des Fahrdrahtes in der Rille usw.
Das Verlegen auf der Fahrbahn hat den Vorteil, dass der Draht schnell verlegt ist, aber einen Nachteil während der Probefahrt. Der Draht liegt einfach zu hoch und kleine Fahrzeuge kommen damit nicht klar und verlieren die Führung.
Beim Einfräsen und verlegen in der Rille habe ich immer das Problem, dass die Strecken nie ganz gerade verlaufen und es immer aussieht, als wenn der Fahrer unter Alkoholeinfluss steht, weil das Auto leichte Schlangenlinien fährt. Auch in den Kurven sind immer leichte Schlenker zu sehen. Die Fräse kann ich auf jeden Fall freihändig nicht so führen, dass es keine Abweichungen von der angezeichneten Fahrbahn gibt.

Deshalb verlege ich den Fahrdraht bei mir in einer Nut, weil das Spachtelmasse spart und bei der Probefahrt keine Probleme gibt. Dadurch kann ich direkt auf dem Sperrholz fahren, ohne vorher zu spachteln oder zu streichen.
Ich fräse mit dem Dremel, auf den ich den Fliesenfugenfräser-Vorsatz montiert habe, mit einem Nutenfräser von 6 mm Durchmesser eine Nut entlang des Fahrdrahtverlaufs in das Sperrholzbrett. Die Mitte der Nut folgt dem aufgezeichneten Fahrdraht. Wenn ich beim Fräsen geringfügig vom Fahrbahnverlauf abweiche, kann ich das nachher, durch die Breite der Nut, immer noch mit dem Fahrdraht ausgleichen.
Die Tiefe stelle ich so ein, dass sie der Dicke des Fahrdrahtes plus der Dicke des doppelseitigen Klebebandes entspricht. In die Nut werden nun schmale Streifen des Klebebandes geklebt und darauf befestige ich jetzt den Fahrdraht.

Der Fahrdraht hält problemlos auf dem Klebeband und kann jederzeit wieder abgenommen und korrigiert werden. Jetzt kann die Probefahrt beginnen.
Ist alles in Ordnung, wird die Fahrbahn fertig gemacht.
Zuerst streiche ich den Fahrdraht mit Farbe an. Das kann graue Dispersions- oder Plakafarbe sein. Dadurch rostet der Draht nicht wenn er überspachtelt wird. Ist die Farbe trocken, kann gespachtelt werden. Zum Spachteln verwende ich den Fertigspachtel von Moltofill - entweder aus der Tube bei kleineren Strecken oder aus dem Becher/Eimer, wenn grössere Mengen benötigt werden. Dieser Spachtel lässt sich prima verarbeiten und ist auch schnell trocken. Der für mich grosse Vorteil ist, dass er immer die gleiche Konsistenz hat, was mir bei dem Faller Spachtel nicht immer gelingt. Ausserdem wird der Faller Spachtel sehr schnell hart und wenn man nicht flink arbeitet, ist der Spachtel fest, bevor er auf der Fahrbahn ist. Das passiert mit dem Moltofill nicht, denn ich entnehme ja nur so viel, wie ich im Moment brauche. Um die Fahrbahn ganz glatt zu bekommen, sprühe ich, bevor der Spachtel noch leicht feucht ist, die Fahrbahn nochmal mit Wasser ein und ziehe diese nochmal ab.

Ganz wichtig ist, dass der Spachtel nicht zu dick aufgetragen wird. Optimal ist es, wenn der Fahrdraht noch als dunkle Linie im Spachtel sichtbar ist. Dann haben die Autos die beste Führung. Trocknen lassen (über Nacht) kontrollieren ob keine Löcher oder unebenheiten sind (obwohl eine echte Straße auch nie topfeben ist), evt. nachspachteln und nachschmirgeln, dann einfärben. Die Farbe von Faller hat nach meiner Erfahrung die beste Griffigkeit und ist gut zu verarbeiten. Am besten mit einer Schaumstoffrolle auftragen. Das gibt eine etwas rauhe Oberfläche und bietet den Reifen den richtigen Grip. Dispersionsfarbe ist zu glatt. Das wirkt sich vor allem an den Steigungen aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Thema des Car-Systems und der Straßenplan

Verschiedene Techniken des Straßenbaus.
Unterbau, Verlegung des Fahrdrahtes, Verspachteln, Einfärben usw.

Einsatz der verschiedenen Stoppstellen.
Einbau der Stoppstelle. Verbesserungen usw.

Selbstbauweiche die auch in Kurven eingesetzt werden kann

Tipps für den Einbau der Faller-Sensoren. Verwenden von Reedkontakten, Lichtschranken usw.
Beschreibung von Umbauten für das Faller Car-System
Erster Besuch im
Miniaturwunderland
Hamburg
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